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Portelligent: UMTS-Erfolgsaussichten steigen

Neue Studie zeigt, dass die jüngsten UMTS/GSM-Handys bedeutende Integrationsfortschritte und Einsparungen bei den Herstellungskosten aufweisen

U8110 UMTS-Handy von LGDüsseldorf – Portelligent hat soeben eine Studie über UMTS-Handys veröffentlicht, die aufzeigt dass Entwickler und Hersteller von 3G-Endgeräten bedeutende Fortschritte in einer Reduktion der Komplexität und den Herstellungskosten im vergangenen Jahr erreicht haben. Die erste Generation von UMTS-Handys, die sowohl die Mobilfunkstandards GSM als auch W-CDMA unterstützten, kränkelten an hoher Systemkomplexität und ihren beträchtlichen Herstellungskosten als sie 2003 auf den Markt erschienen. Zudem haben sich viele Endkunden über die unhandliche Gerätegröße und niedrige Batterielebensdauer beklagt.

In den vergangenen 18 Monaten hat Portelligent elf auf dem europäischen Markt eingeführte UMTS-Endgeräte zerlegt und ihre Innereien analysiert. Die Ergebnisse der Portelligent-Studie zeigen, dass Geräte die seit Anfang 2004 verfügbar sind über ein Viertel weniger Komponenten aufweisen als ihre Vorgänger. Die durchschnittliche Anzahl der Haupt-ICs in den Handys ist um fast die Hälfte gesunken. Diese ICs bilden den größten Kostenblock bei der Herstellung. Der steigende Integrationstrend bei Handy-Halbleiter sowie Einsatz von ausgereiften Chipsätzen und Technologieplattformen äußerst sich in kleineren Endgeräten, die kostengünstiger sind und mit weniger Strom arbeiten.

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Die in 2004 erschienenen UMTS-Handys haben ihren Rückstand in diesen Punkten gegenüber 3G-Handys aus anderen Weltregionen bereinigt. Ein Vergleich der Systemkomplexität mit Handys die weitere 3G-Protokolle unterstützen, z.B. CDMA2000 und W-CDMA 'FOMA' in Japan, dokumentiert diesen Entwicklungsschub.

Handset Electronics Content - Protocol Comparison (Tabelle 1)

Protocol


Time
Span

IC Count



Component
Count - Total
UMTS 2003           

   78              

   1060
UMTS  2004     40    760
W-CDMA/FOMA 2004    53    748
CDMA2000 (High-End)      2003    41    715

Tabelle 1: Gesamtanzahl der Halbleiter und Bauelemente in verschiedenen 3G-Handys (Quelle: Portelligent, 2004)

Tabelle 1 zeigt, dass UMTS-Handys aus dem Jahr 2003 bedeutend mehr ICs and Komponenten beinhalteten als W-CDMA/FOMA- und high-end CDMA2000-Handys. In 2004 sieht diese Bilanz ganz anders aus. Die W-CDMA-Handys können heute in Punkto Integrationsdichte mit ihren CDMA-2000-Verwandten durchaus konkurrieren und sie sind sogar im Vorteil gegenüber den neusten japanischen FOMA-Endgeräten von NTT Docomo.

"In 2003 zeigten unser Analysen, dass UMTS-Handys unweigerlich Probleme bei der Marktakzeptanz durch ihre hohe Bill-of-Materials (BOM) und Gesamtanzahl der eingesetzten Komponenten erfahren würden", bemerkt Howard Curtis, Leiter von Portelligents 3G-Initiative. "Wie würden die Netzbetreiber unter diesen schlechten Voraussetzungen Schwung in den UMTS-Start bringen, rätselten wir damals? Eines der vermarkteten Handys aus dieser Zeit war das NEC e-606. Es enthielt insgesamt 108 ICs und war damit eines der komplexesten Endgeräte das Portelligent je über den Weg gelaufen ist. Aber die neuste Generation von UMTS-Handys besitzt nun eine ausreichend hohe Integrationsdichte und hat eine vernünftige Entwicklungsreife erlangt. Zusammenfassend sind wir bezüglich des geschäftlichen UMTS-Erfolges von tiefen Pessimismus zu vorsichtigen Optimismus übergegangen."

Die elf Handys, die Portelligent in ihrer neuen UMTS-Studie analysiert sind von NEC, Motorola, Nokia, Sony Ericsson, und LG. Vier der fünf primär heute im UMTS-Markt vorzufindenden Kommunikationsplattformen finden ihren Einsatz in diesen elf Geräten. Die Chipsätze sind dabei von NEC/Agere, Motorola SPS (jetzt Freescale), STMicroelectronics/TI, und Ericsson Mobile Platforms und Partner. Zurzeit führt Portelligent Produktanalysen für das Sanyo V801sa und das Samsung SGH-Z105 durch. Diese beiden Endgeräte basieren auf Chipsätze des fünften wichtigen Lieferanten von drahtlosen zellularen Lösungen - Qualcomm.

Quelle: Portelligent 

                                            
          

 

eingesandt von: Terhi Varkila am 14.09.2004 11:15 Uhr

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