München (hg) – Die Kosten für Handy-Telefonate in Deutschland gehören zu den höchsten weltweit. Noch. Netzbetreiber E-Plus hat jetzt eine eigene Billigmarke gestartet und ist mit "simyo" nach eigener Aussage der erste Mobilfunk-Discounter Deutschlands. Verbraucherberater Xonio hat das Angebot unter die Lupe genommen. Ergebnis: Billiger können Prepaid-Kunden unterm Strich bei keinem anderen Low-Budget-Anbieter telefonieren.
"Der Verbraucher kann sich freuen", meint Xonio-Chefredakteur Uwe Baltner. "Denn der Start von simyo könnte der Beginn der seit langem überfälligen Preis-Erosion auf dem deutschen Mobilfunkmarkt sein. Seit Jahren weisen Xonio und andere Marktkenner darauf hin, dass das Niveau der Gesprächspreise hier zu Lande deutlich überhöht ist."
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simyo setzt darauf, dass heute die meisten Mobilfunkkunden in Deutschland über ein Handy verfügen, das durchaus ihren Ansprüchen genügt – auch wenn es unter Umständen schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat. Denn: Wer kein neues Handy oder Extras braucht, telefoniert als Prepaid-Kunde bei der E-Plus-Zweitmarke zu unschlagbar günstigen Preisen.
Verzichten muss der Kunde dazu allerdings auch auf Service-Leistungen, die sonst im Mobilfunkgeschäft üblich sind. So gibt es simyo in keinem Laden, sondern nur im Internet unter www.simyo.de. Hier können Kunden ab sofort ihre Discount-SIM-Karte ordern. Die kommt im Starter-Paket und kostet einmalig 19,95 Euro – zehn Euro Startguthaben inklusive. Auch subventionierte Handys oder eine kostenfreie 24-Stunden-Hotline gibt es bei simyo nicht.
Dafür machen die Verbindungspreise angesichts knapper Haushaltskassen Laune: Nur 19 Cent kostet die Minute – egal, wann und in welches deutsche Netz das Gespräch geht. Das sind knapp 50 Prozent weniger als im vielgepriesenen Tchibo-Tarif. Besonders eklatant ist die Ersparnis übrigens bei Gesprächen in fremde Mobilfunknetze. Denn die sind sonst richtig teuer. Uwe Baltner: "Bei diesem Minutenpreis kommen viele Vertragstarife nicht mehr mit. Und den klassischen Prepaid-Tarifen gelingt das schon gar nicht."
Erfreulich auch die sonstigen Konditionen: So zählt nur die erste angefangene Minute voll, danach wird sekundengenau abgerechnet. Die eigene Mailbox lässt sich – wie bei Tchibo – gebührenfrei abfragen. Und mit 14 Cent pro SMS liegt auch der Kurznachrichten-Versand auf Tiefpreis-Niveau. MMS lassen sich zu den marktüblichen 30 Cent verschicken.
Uwe Baltner: "Natürlich ist dieser Tarif nichts für Geschäftsleute. Aber wer kein neues Handy und keinen Vertrag will und auf die üblichen Services verzichtet, ist hier bestens bedient. Denn im Preis schlägt simyo die anderen Billig-Angebote um Längen."
Mehr Infos zum simyo-Angebot und zu allen aktuellen Billig-Angeboten auf dem deutschen Markt finden sich unter xonio.com.
eingesandt von: Terhi Varkila am 08.06.2005 13:57 Uhr
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