Frankfurt am Main - Die Verbraucher stehen der neuen Technik noch zurückhaltend gegenüber, wie eine Umfrage der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) anlässlich der Internationalen Funkausstellung IFA 2007 in Berlin zeigt.
Handy kann mehr als viele wollen
Das Handy gehört für die weitaus meisten Haushalte in Deutschland zur Grundausstattung. Zwar geben 16 Prozent der Befragten an, dass sie kein Mobiltelefon besitzen und auch keines haben wollen. Allerdings trifft diese Aussage vor allem auf Personen im Ruhestand zu (37 Prozent), während lediglich 8 Prozent der Berufstätigen und nur 2 Prozent der befragten Schüler, Studenten und Auszubildenden auf ein Handy verzichten können oder wollen. Von den Berufstätigen wünschen sich fast 70 Prozent ein einfaches Handy ohne Zusatzfunktionen, während dies nur 35 Prozent der Auszubildenden sagen.
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Doch auch die Anforderungen der Nutzer, die zusätzliche Funktionen wünschen, unterscheiden sich im Detail deutlich. So wollen beispielsweise 45 Prozent der Befragten unter 35 Jahren mit ihrem Handy auch spielen, aber nur 18 Prozent der 35- bis 54-Jährigen. Ähnlich sieht es bei Music-Playern aus: 86 Prozent der jüngeren und nur 56 Prozent der älteren Befragten sehen MP3-Player als wichtige Zusatzfunktion des Handys an. Umgekehrt ist eine E-Mail-Funktion älteren Nutzern deutlich wichtiger als jüngeren (62 Prozent gegenüber
45 Prozent). "Das Handy, das alles kann, wollen nur wenige Kunden. Gute Perspektiven haben Hardwarehersteller, die in Kooperation mit den Netzbetreibern für verschiedene Kundengruppen maßgeschneiderte Modelle und Tarife anbieten. Wie das funktionieren kann, haben Apple und AT&T mit dem iPhone in den USA demonstriert", betont Dr. Arno Wilfert, PwC-Experte für den Bereich Mobilfunk.
Jeder Dritte interessiert sich für Technik
Insgesamt interessieren sich 30 Prozent der Befragten für neue Technologien. Besonders ausgeprägt ist diese Neigung bei Männern (44 Prozent), während sich nur knapp jede fünfte Frau (18 Prozent) für Technik begeistern kann. Außerdem steigt das Interesse in Abhängigkeit von Bildungsniveau und Haushaltseinkommen an. Während knapp 40 Prozent der Befragten mit Abitur bzw. Hochschulabschluss bei
technologischen Entwicklungen auf dem Laufenden bleiben wollen, gilt dies nur für 22 Prozent der Befragten mit Haupt- oder Volksschulabschluss. Von den befragten Haushalten mit einem Einkommen über 2.000 Euro monatlich interessieren sich 35 Prozent für neue Technik, unter dieser Grenze sinkt der Wert auf 25 Prozent.
Die Umfrageergebnisse basieren auf Interviews mit 501 repräsentativ ausgewählten Haushalten in Deutschland. Die IFA besucht haben in der Vergangenheit 11 Prozent der Befragten.
Quelle: PricewaterhouseCoopers
Foto: Sony Ericsson
Über PricewaterhouseCoopers (PwC):
Die PricewaterhouseCoopers AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft ist in Deutschland mit 8.100 Mitarbeitern und einem Umsatzvolumen von rund 1,2 Milliarden Euro eine der führenden Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaften. An 28 Standorten arbeiten Experten für nationale und internationale Mandanten jeder Größe. PwC bietet Dienstleistungen an in den Bereichen Wirtschaftsprüfung und prüfungsnahe Dienstleistungen (Assurance), Steuerberatung (Tax) sowie in den Bereichen Transaktions-, Prozess- und Krisenberatung (Advisory).
eingesandt von: Terhi Varkila am 27.08.2007 12:43 Uhr
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