Schluss mit billig: "Handys werden über 100 Mark teurer"
Marktforscher Mathias Plica im 'BIZZ'-Interview: Schluss mit billig: "Handys werden über 100 Mark teurer"
Berufliche Nutzung bei UMTS überwiegt
Köln - Aufgrund von Wachstumsrückgang und
Milliardeninvestitionen in UMTS haben es die Mobilfunkmanager jetzt
auf den Geldbeutel des Konsumenten abgesehen: Beim Kassensturz nach
dem Boom des Jahres 2000, der in Deutschland zu einer Verdopplung auf
etwa 50 Millionen Handybesitzer führte, fiel den Telefonmanagern auf,
dass der Normalverbraucher weniger Umsatz bringt als erhofft. Im
Mittel, so schätzt der Stuttgarter Marktforscher Mathias Plica im
Interview mit dem Wirtschaftsmagazin 'BIZZ', lassen sich die
Deutschen ihr Handy gut 50 Mark im Monat kosten - zu wenig, um die
99,5 Milliarden Mark, die der Staat von der Handy-Branche für die
UMTS-Lizenzen kassierte, aufzufangen.
Künftig werden Handys mehr als 100 Mark teurer, davon geht Mathias
Plica im 'BIZZ'-Gespräch aus. UMTS-Kunden werden im Mittel 120 Mark
im Monat aufwenden müssen, allerdings wird höchstens jeder zweite bis
2010 auf UMTS umsteigen, sagt der Marktforscher weiter. In den
privaten Haushalten dürfte die Teuerung zu einer Budget-Verschiebung
führen: Das Geld könne bei den klassischen Ausgaben für Medien und
Unterhaltung eingespart werden. Am Anfang wird jedoch voraussichtlich
die berufliche Nutzung bei UMTS überwiegen. "Firmen, die Projektteams
zusammenstellen, können diese Mitarbeiter dann per Funk ganz schnell
miteinander vernetzen und sparen sich eine Menge
Installationsaufwand", zeichnet Plica das Anwendungsszenario mobiler
Dienste der Zukunft.
Quelle: BIZZ
eingesandt von: Arne Oberdieck am 22.05.2001 10:51 Uhr
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