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Shanghai wird weltweit zweiter Produktionsstandort für Siemens UMTS-Technik

Investition von 30 Mio. US-Dollar – Siemens will Führungsrolle im chinesischen 3G-Mobilfunkmarkt - Neue Mobilfunkaufträge im Wert von 144,8 Mio. US-Dollar

Siemens mobileShanghai wird der weltweit zweite Produktionsstandort für UMTS-Technik von Siemens. Das Unternehmen investiert deshalb 30 Millionen US-Dollar in den Ausbau der Fabrik Shanghai Siemens Mobile Communication (SSMC). Dies kündigte Lothar Pauly, Mitglied des Bereichsvorstands von Siemens Information and Communication Mobile (Siemens mobile) heute bei einer Pressekonferenz zum zehnjährigen Bestehen von SSMC in Shanghai an. Pauly betonte, Siemens mobile wolle die Führungsrolle im chinesischen Markt für den Mobilfunk der dritten Generation (3G) übernehmen. Die Voraussetzungen dafür seien bestens: Das Unternehmen hat in Europa die ersten UMTS-Netze in kommerziellen Betrieb gesetzt und ist einer der Top-Lieferanten weltweit. In China entwickelt Siemens gemeinsam mit chinesischen Partnern den lokalen 3G Standard TD-SCDMA. Die gute Zusammenarbeit mit den beiden chinesischen Mobilfunkbetreibern China Mobile und China Unicom sieht Pauly durch zwei Erweiterungsaufträge für GSM-Netze im Wert von insgesamt 144,8 Millionen US-Dollar bestärkt.

China, mit 234 Millionen Handykunden der größte Mobilfunkmarkt der Welt, blickt zur Zeit aufmerksam nach Europa, wo vor kurzem die ersten UMTS-Netze von Hutchison in England, Italien und Österreich in kommerziellen Betrieb gegangen sind. Lieferant für alle Netze war Siemens mobile gemeinsam mit dem Partner NEC. Bis heute haben sie 24 UMTS Vereinbarungen weltweit unterschrieben. Bereits zwölf UMTS-Netze sind weltweit in Betrieb, sieben sind von Siemens und NEC. Rund eine Million Handy-Nutzer telefonieren über UMTS-Netztechnik, die von den Partnern aufgebaut wurde. Bis heute haben sie 20 000 Basisstationen ausgeliefert und sind damit Spitzenreiter.

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Nun wird auch China neben Deutschland Produktionsstandort für UMTS-Technik von Siemens mobile. Heute werden die Basisstationen in der deutschen Fabrik von Siemens in Durach gebaut.. Siemens mobile investiert deshalb 30 Millionen US-Dollar in den Ausbau der Fertigungskapazitäten in Shanghai.

Pauly kündigte an, neben UMTS auch den chinesischen 3G-Standard TD-SCDMA weiterhin voranzutreiben. Gemeinsam mit chinesischen Partnern entwickelt Siemens die Mobilfunktechnik, die zur UMTS-Familie zählt. Siemens ist das einzige Unternehmen, das TD-SCDMA-Technik bereits heute ausliefern könnte. „Wir sind damit in China in einer einzigartigen Position, die keiner unserer Wettbewerber bieten kann. Wir bringen die Erfahrung aus Europa im Aufbau von UMTS und das Verständnis für die chinesischen Anforderungen im Mobilfunk“, sagte Pauly. Er wies auf das zehnjährige Jubiläum des Joint Ventures SSMC hin, das Siemens Limited China als Mehrheitseigner mit drei chinesischen Partnern 1993 gegründet hat. Die Zahl der Mitarbeiter wuchs seitdem von 50 auf aktuell 2600. Heute ist SSMC der asiatische Produktionsstützpunkt für Siemens mobile. Dort wird Mobilfunktechnik von Infrastruktur über Module und Anwendungen bis hin zu Handys produziert. Jährlich laufen dort 14 Millionen Mobiltelefone vom Band.

Lothar PaulyAuch als Entwicklungsstandort hat SSMC inzwischen strategische Bedeutung: 350 Entwickler arbeiten dort an der Siemens-Mobilfunktechik von morgen“, sagte Peter Borger, Geschäftsführer des Joint Ventures. Am chinesischen Wirtschaftsboom nahm SSMC teil: In den vergangenen zehn Jahren hat sich der Umsatz fast jedes Jahr verdoppelt. Im Geschäftsjahr 2002 erwirtschaftete SSMC einen Umsatz von 1,5 Milliarden EUR (12 bill. RMB) und trägt damit wesentlich zum Geschäft von Siemens mobile in Asien bei: Rund 20 Prozent des gesamten Umsatzes stammen aus dieser Region. Um das erklärte Ziel - die 3G-Führungsrolle in China - zu erreichen, werde auch SSMC bei UMTS und TD-SCDMA einen wichtigen Beitrag leisten, kündigte Lothar Pauly  (Foto links) an.

Als Lieferant für die chinesischen Mobilfunkbetreiber China Mobile und China Unicom baut Siemens mobile auf langjährige Beziehungen. Im rasch wachsenden Mobilfunkmarkt China werden derzeit die Netze regelmäßig erweitert. Beide Betreiber haben Siemens mobile damit beauftragt, ihre Netze weiter auszubauen. Siemens liefert im Rahmen der neuen Aufträge GSM-Mobilfunktechnik im Wert von 144,8 Millionen US-Dollar an sechs Zweigniederlassungen der Betreiber in verschiedenen Regionen. Die Netze sollen Ende 2003 in Betrieb gehen.

Quelle: Siemens mobile

eingesandt von: Tanja Kreutz am 06.08.2003 11:46 Uhr

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