Siemens enlässt weitere 2000 Mitarbeiter
Netzwerksparte von Personalabbau nochmals betroffen
München (pte, 10. Mai 2001 14:34) - Siemens wird in seiner Netzwerksparte weitere 2.000 Mitarbeiter abbauen. Insgesamt sollen nun 5.500 Mitarbeiter in der Geschäftssparte Information and Communication Networks (ICN) das Kündigungsschreiben erhalten. Betroffen davon wird vor allem Vertriebs- und Wartungspersonal in den USA, Deutschland und weiteren westeuropäischen Ländern sein.
Ende April hatte der Elektronikkonzern im Netzwerkbereich 3.500 Mitarbeiter auf die Kündigungsliste gesetzt. Die aktuellen Zahlen gehen aus einer Siemens-Pressemitteilung zur einer heute, Donnerstag, in London abgehaltenen Analystenkonferenz hervor. Insgesamt will Siemens in der Netzwerksparte Einsparungen in der Höhe von 800 Mio. Euro erzielen.
Auch im Bereich Information and Communication Mobile (ICM) hat der Konzern mit Schwierigkeiten zu kämpfen. Im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres habe Siemens die sinkende Nachfrage nach Mobilfunkgeräten voll zu spüren bekommen. So habe der Gewinn vor Steuern bei einem Umsatz von 2,8 Mrd. Euro nur noch sechs Mio. Euro ausgemacht, teilte das Unternehmen mit. Siemens erwartet, dass sich die Marktverhältnisse auch in absehbarer Zeit nicht ändern werden.
Die schwierigen Marktverhältnisse betreffen laut Siemens nicht nur Mobilfunkgeräte sondern auch den Ausbau der UMTS-Netze. Aus diesem Grund will der Konzern im Mobilfunkbereich rund 600 Mio. Euro einsparen. Wie bereits Ende April bekannt gegeben, werden in der Mobilfunksparte 2.600 Mitarbeiter, die meisten davon aus Deutschland, ihren Job verlieren.
eingesandt von: Arne Oberdieck am 10.05.2001 22:26 Uhr
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