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Siemens mobile: Ausweitung des Restrukturierungsprogramms

Abbau von 2.300 Stellen

München - Siemens mobile, die Mobilfunksparte von Siemens, will angesichts der anhaltenden Marktschwäche seine Produktivität verbessern. Die Maßnahmen sehen im gesamten Bereich eine Kostensenkung in Höhe von zusätzlich 1 Mrd. EUR bis Ende 2004 vor. Die angestrebte Anpassung der Ressourcen schließt auch Personalabbau ein. Bis Ende des nächsten Geschäftsjahres sollen rund 2.300 Stellen entfallen, davon 500 in Deutschland. Einzelheiten dazu werden jetzt mit den zuständigen Gremien besprochen. Gleichzeitig will der Bereich durch weitere Investitionen in UMTS die Marktanteile bei den Mobilfunknetzen ausweiten.

Rudi LamprechtDer Weltmarkt für Mobilfunknetze ist bereits im letzten Jahr um 15 Prozent gesunken. Im laufenden Jahr schrumpft der Markt um bis zu 20 Prozent. Zudem stagniert der Umsatz auf dem Handymarkt trotz steigender Stückzahlen. Das Geschäft steht bei allen Wettbewerbern unter erheblichem Margendruck. Diesen Entwicklungen müssen wir Rechnung tragen, um gestärkt aus der Krise zu kommen“, so Rudi Lamprecht (Foto links), Vorstand der Siemens AG und Chef der Mobilfunksparte.

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Der Markt von Siemens mobile ist gekennzeichnet durch Preisverfall, Überkapazitäten und Investitionszurückhaltung auf Seiten der Mobilfunkbetreiber. Um weiter profitabel wirtschaften zu können, sollen deshalb in den nächsten 12 Monaten die Kosten um 1 Mrd. EUR gesenkt werden. Bereits im letzten und laufenden Geschäftsjahr waren Kostensenkungsprogramme aufgesetzt worden. Darin eingeschlossen war auch der Abbau von jeweils 2.000 Stellen.

Siemens mobile gewann trotz der rückläufigen Entwicklung des Marktes bei Mobilfunknetzen und Mobiltelefonen in 2001 und 2002 Marktanteile hinzu.

Mit der jetzt vorgesehenen Ausweitung des Produktivitätsprogramms will das Unternehmen der weiteren Abschwächung des Marktes begegnen. Durch weitere Investitionen in die Mobilfunktechnologien GSM, EDGE und UMTS soll die Marktstellung ausgebaut werden, insbesondere in den Wachstumsmärkten Ost-Europa, Asien und Lateinamerika.

Im Wachstumsmarkt Brasilien sind seit kurzem alle GSM-Mobilfunkbetreiber Kunden von Siemens. Auch die Mehrzahl der großen indischen Mobilfunkbetreiber konnte als Kunden gewonnen werden. Erfolge gibt es auch in Osteuropa und beim Verkauf von Mobilfunknetzen, die auf EDGE-Technologie beruhen. Bei UMTS-Mobilfunknetzen konnte sich Siemens mobile eine Spitzenposition erarbeiten: 7 von 12 bis heute gestarteten UMTS-Netzen stammen von Siemens und dessen UMTS-Partner NEC.

Quelle: Siemens

Über Siemens mobile
Der Siemens-Bereich Information and Communication Mobile (Siemens mobile) deckt das komplette Mobilfunkgeschäft mit Endgeräten, Netzwerk-Infrastruktur und mobilen Anwendungen ab. Bei den Endgeräten reicht das Produktspektrum von Mobiltelefonen und drahtlosen Übertragungsmodulen über mobile Organizer bis hin zu schnurlosen Telefonen sowie Produkten für Wireless Home Networks. Bei der Infrastruktur umfasst das Angebot GSM, GPRS, EDGE und 3G Netzwerktechnik von Basisstationen über Vermittlungstechnik bis hin zu intelligenten Netzwerken, z.B. für Prepaid-Dienste. Das Angebot an mobilen Anwendungen besteht aus End-to-end-Solutions wie z.B. Messaging, ortsabhängigen Diensten oder Lösungen für mobiles Bezahlen. Im Geschäftsjahr 2002 (30. September) erzielte der Bereich einen Umsatz von 11 Mrd. EUR und beschäftigte weltweit rund 28.600 Mitarbeiter.

eingesandt von: Terhi Varkila am 31.07.2003 07:50 Uhr

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