Shanghai/München - Siemens verstärkt seine Mobilfunk-Aktivitäten in Asien und setzt dabei weiterhin auf China als größten Markt im asiatisch-pazifischen Raum. Bei der Präsentation des neuen Mobiltelefons S57, der Asien-Variante des S 55, in Shanghai betonte Lothar Pauly, Mitglied des Bereichsvorstands von Siemens Information and Communication Mobile (Siemens mobile), die Bedeutung Asiens für das weltweite Mobilfunkgeschäft von Siemens mobile.
Um der starken Nachfrage nach günstigen, einfach zu bedienenden Mobiltelefonen im asiatischen Markt nachzukommen, siedelte Siemens mobile die internationale Zentrale für Voice-Centric-Handys in Peking an. Die Zahl der heute 50 Mitarbeiter werde im laufenden Geschäftsjahr fast verdoppelt werden, so Pauly. Neben der Mobiltelefon-Entwicklung kümmert sich das Team um lokale Sprach- und Menüführung: Chinesisch, Thailändisch und Vietnamesisch werden je nach Land ergänzt, ab Anfang 2003 kommt Hindi für Indien dazu. Beim Thema mobile Netzinfrastruktur setzt Siemens mobile weiterhin neben UMTS auf den chinesischen Standard TD-SCDMA (Time Division Synchronous Code Division Multiple Access). Das Investitionsvolumen liege inzwischen im Bereich von mehreren Hundert Millionen Euro, so Pauly.
|
|||
|
|
|||
Der wachstumsstarke asiatische Markt beeinflusst zunehmend Größe, Design und Anwendungsmöglichkeiten von Mobiltelefonen. Siemens mobile forscht hier nach Trends und Talenten: „designafairs S Point“ in Shanghai, die neu eröffnete chinesische Filiale der Siemens-Designabteilung designafairs, liefert Impulse aus dem asiatischen Markt. „Siemens Mobile Acceleration“, der Förderer für pfiffige Ideen im Mobilfunkgeschäft, ist in China gleich mit zwei Büros vertreten: In Shanghai und in Peking halten Siemens-Mitarbeiter Ausschau nach Start-ups, die überzeugende Anwendungsmöglichkeiten für mobile Netze und Mobiltelefone entwickeln. Mit Magus Soft, einem Pekinger Unternehmen, wurde bereits in ein chinesisches Start-up mit Spiel- und Entertainment-Anwendungen investiert. Weitere Investments in der Region sind im kommenden halben Jahr geplant. "Uns erreichen täglich gute Ideen, um unser Mobilfunkgeschäft weiter auszubauen. Die Menschen in Asien sind offen für neue Technologien. Wir finden hier gut ausgebildete Mitarbeiter, die uns in unseren Zielen unterstützen, darum setzen wir auf diesen Markt“, sagte Pauly.
Gute Nachrichten auch aus dem Bereich mobile Netzinfrastruktur: Auf dem Weg in die dritte Generation des Mobilfunks ist Siemens mobile vorn dabei. Außer in Europa laufen auch in China, Taiwan, Malaysia und Singapur UMTS-Testnetzwerke. "In Europa haben wir die ersten voll funktionierenden UMTS-Netze in England und Monaco aufgebaut. Schon bald werden ähnliche Erfolge mit TD-SCDMA-Netzen zu vermelden sein“, so Pauly. Siemens mobile entwickelt den 3G-Standard zusammen mit der China Academy of Telecommunications Technologies (CATT). In China arbeiten rund 150 Siemens-Mitarbeiter an dieser Technologie. Nach mehreren erfolgreichen Tests, bei denen Sprache und Daten fehlerfrei übertragen wurden, steht nun die Entscheidung der chinesischen Regierung über die Zulassung des Standards an. "TD-SCDMA ist in China für uns ebenso wichtig wie UMTS. Wir werden die Entwicklung weiter vorantreiben und unsere Investitionen im laufenden Jahr mit mehr als 50 Mio. EUR fortführen. Das gesamte Investitionsvolumen erreicht eine gut dreistellige Millionenhöhe“, so Pauly.
Wie gut Siemens im chinesischen Markt positioniert sei, bewiesen zwei neue Aufträge der beiden chinesischen Mobilfunkbetreiber China Mobile und China Unicom: für China Mobile erweitert Siemens das GSM-Mobilfunknetz in den Regionen Sichuan, Anhui und Liaoning im Wert von 31 Mio. US-Dollar. Ein Auftragsvolumen von insgesamt 108 Mio. US-Dollar haben mehrere Verträge, die mit China Unicom geschlossen wurden. Auch hier werden Mobilfunknetze in mehreren chinesischen Provinzen erweitert.
"Wir sind einer der wenigen Hersteller, die das gesamte Leistungsangebot abdecken: von der Netzinfrastruktur über Dienste und Anwendungen bis zu mobilen Endgeräten. Wir bieten diesen Service asienweit und natürlich auch weltweit aus einer Hand“, sagte Pauly. "Wir haben hier viel aufgebaut, um für unsere asiatischen Kunden ein verlässlicher Partner zu sein. In einem Markt, der mit fast 30 Prozent Anteil an unserem Gesamtumsatz große Bedeutung hat, werden wir auch in Zukunft Flagge zeigen.“
Quelle: Siemens
Siemens-Handys finden Sie auch in unserem Online-Shop.
eingesandt von: Terhi Varkila am 25.10.2002 14:55 Uhr
[ « vorherige | News-Startseite | aktuelle Nachrichten | nächste » ]