Telefonieren mit dem Handy - Im Urlaub ein teurer Spaß!
Mobile Telefonate können im Urlaub zu einer teuren Angelegenheit werden. Schuld sind vor allem die Roaming-Gebühren der deutschen Netzbetreiber. Obwohl die Verflechtungen auf dem Telekommunikationsmarkt immer vielschichtiger werden, profitiert der Kunde nicht daran. Die Zeitschrift "connect" gibt in der aktuellen Ausgabe (Nr. 12/2001, EVT 31.05.2001) Tipps
fürs mobile Telefonieren im Ausland. Generell raten die "connect"-Experten: Hände weg vom Handy im Urlaub.
Wer im Ausland telefoniert, zahlt die Gebühren des ausländischen Netzbetreibers mit seiner normalen Telefonrechnung plus Roaming-Gebühren in Höhe von 25 Prozent für den deutschen Netzanbieter zuzüglich Mehrwertsteuer. Wenn der Urlauber angerufen wird, muss er auch die Zusatzkosten für den Anrufer übernehmen. Das heißt, dass nicht nur die eigenen Anrufe Kosten verursachen, sondern auch jeder ankommende Anruf und jede nicht zustandegekommene
Verbindung. Besonders problematisch ist in diesem Zusammenhang die Mobilbox, da hier doppelte Gebühren anfallen: das erste Mal für das ankommende Gespräch, und ein zweites Mal für die Rückverbindung zur Sprachbox in Deutschland. Generell sollten Urlauber deswegen eine direkte Rufumleitung auf die Mobilbox einrichten, so dass Gespräche ohne Umweg über das Ausland an die Mobilbox geleitet werden. Erreichbar bleibt der Urlauber auf jeden Fall per SMS. Bereist der Urlauber häufig dasselbe Land, empfielt sich eine ausländische Prepaid-Karte. So zahlt er keinen Pfennig für ankommende Gespräche.
Mit deutschen Prepaid-Karten sind Auslandsgespräche besonders teuer. Zwar werden die Gebühren hier zeitgenau berechnet, aber, so die "connect"-Experten, für ankommende Gespräche fallen bis zu 1,99
Mark pro Minute an, für abgehende sogar noch mehr. So kostet eine
Minute von Spanien nach Deutschland 1,72 Mark. Noch teurer ist ein
Gespräche aus dem Türkei-Urlaub nach Deutschland: bis zu 4,49 Mark
pro Minute. Hinzu kommt, dass Prepaid-Kunden meist keine günstigeren
SMS aus dem Ausland versenden können. Ein weiterer "connect"-Tipp:
Urlauber, die mit dem Auto unterwegs sind, sollten in jedem Fall eine
Freisprecheinrichtung im Fahrzeug haben. Kostet Telefonieren am
Lenkrad in Österreich vergleichsweise "günstige" 40 Mark Strafe,
berechnen Polizisten in Griechenland sogar bis zu 295 Mark.
Quelle: connect
eingesandt von: Arne Oberdieck am 30.05.2001 11:26 Uhr
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