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Teure Mobilfunk-Extras


Xonio: Mobilfunkkunden werden bei Zusatzkosten abkassiert

Teure Mobilfunk-ExtrasStuttgart (hg) –  Die deutschen Mobilfunkanbieter bitten ihre Kunden für begleitende Dienstleistungen kräftig zur Kasse. Für einen einfachen Tarifwechsel werden beispielsweise bis zu 50 Euro verlangt. Darauf weist der Mobilfunk-Verbraucherberater Xonio hin. Bei Extras gehen die deutschen Mobilfunkanbieter gern an die Schmerzgrenze – oder auch schon mal drüber. Auf diese Weise holen sie durch die Hintertür einen Teil des Geldes wieder herein, das sie dem Kunden beim Vertragsabschluss in Form eines günstigen Handys spendieren.

Ein Beispiel: Wer etwa seinen Anbieter wechseln, aber seine Rufnummer mitnehmen möchte – im Fachjargon Rufnummernportierung –, bekommt dafür in der Regel zwischen 22,50 (O2) und 29,95 Euro (Telco und Talkline) in Rechnung gestellt, so das Ergebnis der Xonio-Recherchen. Besonders dreist zeigt sich Drillisch/Alphatel – der Service-Provider zieht seiner abwanderungswilligen Kundschaft für die Portierung der Rufnummer unglaubliche 116 Euro aus der Tasche. Wer´s mit sich machen lässt . . .

Der Gebührenkatalog der Mobilfunkanbieter für ihre zusätzlichen Dienstleistungen zeugt nicht eben von Kundenfreundlichkeit. Die Liste reicht von A wie Anschlussgebühr – in der Regel 24,95 Euro – bis Z wie Zahlungsweise – hier nehmen die Anbieter ihren Kunden, die lieber per Überweisung oder Scheck als via Banklastschrift bezahlen wollen, für gewöhnlich drei Euro ab. Es geht aber auch teurer: Wer feststellt, dass sein aktueller Tarif nicht optimal ist und wechseln möchte, wird gewaltig zur Kasse gebeten: So schlägt bei T-Mobile der Umstieg vom Vieltelefonierer-Angebot TellyProfi in die Einsteiger-Variante TellySmile mit satten 49,95 Euro zu Buche.

Besonders ärgerlich wird das Ganze, wenn der Mobilfunkkunde eine Ersatzkarte benötigt, etwa wenn die bisherige SIM-Karte den Dienst versagt oder abhanden gekommen ist. Statt kostenlos für Ersatz zu sorgen – schließlich leben die Anbieter davon, dass ihre Kunden eine Karte besitzen und diese benutzen –, verlangen sie für der kleinen Chip zwischen 15 (E-Plus) und 31 Euro; auch hier markiert wieder Drillisch/Alphatel das Schlusslicht.

Xonio-Chefredakteur Uwe Baltner rät Handy-Kunden: "Bei den Zusatzkosten halten alle Anbieter ordentlich die Hand auf. Lassen Sie sich daher nicht nur von den attraktiven Handys blenden, fragen Sie gezielt nach eventuell anfallenden zusätzlichen Gebühren. Vor allem ein Wechsel des Tarifs kann mit hohen Kosten verbunden sein."

Die komplette Übersicht über die aktuellen Handy-Zusatzkosten sowie eine umfassende Tarifberatung findet sich unter xonio.com.
 
Quelle: Xonio  
Foto: Pressebild Siemens AG  

eingesandt von: Terhi Varkila am 02.03.2004 09:39 Uhr

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