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UMTS-Bericht: Die ersten Tarifmodelle

MMO2 hat als erstes europäisches Unternehmen denkbare Tarife für UMTS vorgestellt.

Umso gespannter werden derzeit die ersten Gehversuche hinsichtlich der Tarifmodelle beobachtet. Der britische Mobilfunk-Anbieter MMo2, Muttergesellschaft von o2 Germany, hat im Juni 2002 als erstes europäisches Unternehmen denkbare Tarife für UMTS vorgestellt. In Großbritannien - genauer auf der Isle of Man - sollen in den nächsten Monaten ausgiebige Tests anlaufen. MMo2 will feststellen, wie viel die Kunden tatsächlich für die nächste Mobilfunkgeneration ausgeben wollen. Es zeigt sich, dass die ersten Tarifmodelle für Privatkunden in etwa so hoch sind wie die ersten Tarife bei der Einführung des D-Netzes vor zehn Jahren.

MMo2 will zunächst vier verschiedene Tarife anbieten. Der Business-Tarif für Unternehmenskunden soll 125 Euro pro Monat kosten. Dafür können Daten im Umfang von 100 Megabyte umsonst übertragen werden. Jedes weitere Megabyte kostet 78 Cent. Für kleinere Unternehmen soll es einen günstigeren Tarif für 78 Euro geben, wobei in diesem Tarif nur 50 Megabyte frei sind. Für jedes weitere Megabyte müssen 1,09 Euro bezahlt werden. Im Privatkundenbereich denkt MMo2 an eine Monatsgebühr von 40 Euro, wobei 20 Megabyte ohne weitere Kosten übertragen werden können. Darüber hinausgehende Megabytes werden mit 1,55 Euro abgerechnet.

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Prontonet

Consumer

Enterprise

Business

Grundpreis/Monat

7,80 Euro

40  Euro

78  Euro

125  Euro

Datenvolumen inkl.

1 MB

20 MB

50 MB

100 MB

Preis pro MB

3,11 Euro

1,55 Euro

1,09 Euro

0,78 Euro

Bis die endgültigen, in Deutschland für den Massenmarkt verbindlichen Preise feststehen, wird noch eine ganze Weile vergehen. Strenge Richtlinien und die hohen Lizenzkosten scheinen dem Anbieter keine andere Alternativen zu lassen und die bisherigen GSM-Preise mit Einführung von UMTS gänzlich zu erhöhen.
Es sei denn, die Bundesregierung würde die Entscheidung treffen, einen Teil der erzielten Einnahmen an die Lizenzinhaber zurückzugeben - dies ist zum heutigen Zeitpunkt jedoch eher als unrealistisch anzusehen.

eingesandt von: Tanja Kreutz am 20.05.2003 11:40 Uhr

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