Stuttgart – Offensichtlich schaltete T-Mobile am Donnerstag schrittweise die SIM-Karten seiner Kunden für UMTS frei. Ein erstes Test-Telefonat mit einer regulären GSM-SIM-Karte über das UMTS-Netz von T-Mobile ist dem Telekommunikations-Magazin „connect“ Donnerstagmorgen gelungen. Damit ist der 15. Januar der Tag, an dem UMTS in Deutschland erstmals für Endkunden verfügbar wurde. Einzige Voraussetzung für die Nutzung des neuen Netzes: Der Kunde muss über eines der neuen UMTS-fähigen Handys verfügen. Die Verfügbarkeit solcher Geräte ist inzwischen gegeben: Für 609 Euro kann jeder ab kommendem Dienstag das Nokia-Modell 7650 im Onlineshop des Herstellers beziehen.
Branchen-Insider hatten den 15. Januar laut „connect“ als inoffiziellen Starttermin für T-Mobile schon seit längerer Zeit diskutiert. Die Taktik von T-Mobile ist clever, denn mit dem heutigen Schachzug entfällt mit einem Schlag der Termin- und Erwartungsdruck. T-Mobile ist der erste Betreiber, der sein Netz freischaltet, und trotzdem wird die Netzauslastung zunächst sehr gering sein, da nur sehr wenige Kunden über UMTS-Geräte verfügen. Auf der anderen Seite sammelt T-Mobile so Pluspunkte bei Analysten und Medien: Der Netzbetreiber hat klar seinen Anspruch auf die Innovations-Führerschaft auf dem Markt unterstrichen. Der Start von Vodafone im Dezember ermöglichte nur ausgewählten Feldtest-Kunden die Netznutzung, während bei T-Mobile künftig jeder Kunde mit geeignetem Handy UMTS nutzen kann.
Nach noch nicht bestätigten Informationen wird die schrittweise Aktivierung aller SIM-Karten für UMTS mehrere Tage dauern. Neue Tarife hat T-Mobile bislang nicht bekannt gegeben, so dass Kunden davon ausgehen können, dass ihr gültiger GSM-Tarif auch für UMTS gilt. Eine offizielle Ankündigung von T-Mobile über den UMTS-Starts liegt zur Stunde noch nicht vor. Neuigkeiten zum Thema stehen ständig aktualisiert auf www.connect.de.
eingesandt von: Terhi Varkila am 16.01.2004 11:22 Uhr
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