27.August 2002
Er äußerte den Pessimisten, dass die teuren Lizenzen für 20 Jahre vergeben worden sind. Und Kurth erinnerte ebenfalls daran, dass vor zehn Jahren noch keiner geglaubt hätte, dass fast alle Deutschen einmal mit einem Handy telefonieren würden.
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Vor zwei Jahren waren bei der spektakulären Auktion sechs UMTS-Lizenzen für gut 50 Milliarden Euro an T-Mobile, Vodafone/D2, E-Plus, O2 (früher: VIAG Interkom) sowie an MobilCom und Telefonica/Sonera (Quam) vergeben worden. Die spanische Telefonica hatte vor wenigen Wochen ihre UMTS-Aktivitäten unter anderem in Deutschland auf Eis gelegt. Quam war erst Anfang dieses Jahres mit Mobilfunkdiensten gestartet, hat seinen Betrieb aber nun vorläufig eingestellt. Dem Unternehmen werden ebenso wie MobilCom, das seit Monaten mit Großaktionär France Telecom im Streit liegt, kaum Überlebenschancen im UMTS-Geschäft eingeräumt.
Kurth bezeichnete die UMTS-Kosten als exorbitant. Doch dafür könne man weder die Regulierungsbehörde noch das Versteigerungsverfahren verantwortlich machen. In einigen Ländern wurden inzwischen die Lizenzbedingungen wegen der Krise im Mobilfunk geändert, um den Unternehmen mehr finanziellen Spielraum zu verschaffen. Kurth sieht dagegen keinen Handlungsbedarf. "Wir haben von Anfang an praktikable und realistische Voraussetzungen geschaffen", sagte er der Süddeutschen Zeitung.
Sollten UMTS-Lizenzen zurückgegeben werden oder an die Behörde zurückfallen, erwägt die Regulierungsbehörde eine Auktion unter den verbleibenden Anbietern. Das müsste aber vorher in Zusammenarbeit mit den Marktteilnehmern erarbeitet werden.
Quelle: Tecchannel
eingesandt von: Sylvia Truppner am 27.08.2002 23:14 Uhr
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