US-Mobilfunk: Unternehmen fordern Milliarden Dollar zurück
In den USA leidet der Einstieg in die dritte Mobilfunk-Generation (3G) unter einer weiteren Schlappe: Nach einem Bericht der Financial times Deutschland (FTD) hat eine Gruppe von 13 Mobilfunkunternehmen unter der Führung von Verizon Wireless am vergangenen Freitag von der US-Regulierungsbehörde FCC die Rückgabe von Abschlagszahlungen in Höhe von 3,1 Milliarden Dollar (3,5 Milliarden Euro) gefordert. Bis zum 18. Januar wollen die Mobilfunker die Milliarden zurückhaben. Das Geld hatten die Mobilfunkunternehmen für Funkfrequenzen gezahlt, die sie für den Aufbau der 3G-Netze einsetzen wollen. Die Lizenzen zur Nutzung der Frequenzen hatten zuvor dem insolventen US-Mobilfunker Nextwave gehört und waren im Rahmen des Insolvenzverfahrens versteigert worden. Diese Auktion wurde allerdings von einem Bundesgericht für größtensteils ungültig erklärt.
Die Forderung von Verizon wird als deutliches Signal dafür verstanden, dass der Konzern nicht mehr damit rechnet, die im Vorjahr ersteigerten Lizenzen schnell zugeteilt zu bekommen. Eine außergerichtliche Einigung scheiterte Ende des Jahres. Die FCC hat nun den obersten Gerichtshof gebeten, die Entscheidung, dass die Lizenzen an Nextwave zurückzugeben werden müssen, zu überprüfen. Weil das allerdings einige Zeit beanspruchen wird, verzögert sich die Lizenzvergabe weiterhin. Ob die Mobilfunkunternehmen in der Zwischenzeit ihre Abschlagszahlungen zurückbekommen können, wird derzeit von der FCC selbst geprüft.
Quelle:
www.teltarif.de
eingesandt von: Christian Treschan am 07.01.2002 12:48 Uhr
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