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Verbote bringen nichts - Ein Handy für mein Kind?

ELTERN family beantwortet die wichtigsten Fragen zu diesem Thema

Ein Handy für mein Kind?Hamburg - Viele Eltern haben heute ein besseres Gefühl, wenn sie ihr Kind per Handy erreichen können oder wenn es selbst jederzeit Kontakt zur Familie aufnehmen kann. Andererseits haben Eltern Angst vor den negativen Seiten der permanenten Mobiltelefon-Nutzung ihrer Kinder. In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift ELTERN family beantwortet Martin Pinkerneil, Projektleiter des Internetportals www.handysektor.de, die wichtigsten Fragen zu dem polarisierenden Thema.

Pinkerneil spricht sich in ELTERN family gegen das derzeit bundesweit diskutierte Handy-Verbot für Schüler aus: "Das Thema lässt sich einfach nicht durch Verbote regeln", sagt der Experte. "Es ist eine Illusion, dass man sein Kind vor dem Handy-Gebrauch schützen kann. Wer heute im Schulbus oder in der Straßenbahn mitfährt, bekommt unweigerlich mit, dass einfach in die Runde gefragt wird: 'Hat hier einer einen Flatrate-Vertrag?' Und garantiert ist jemand dabei, der sein Handy sofort ausleiht."

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Martin Pinkerneil rät Eltern, ihren Kindern immer wieder deutlich zu machen, dass sie keine persönlichen Angaben oder Fotos über ihr Mobiltelefon herausgeben und nicht alles glauben, was jemand über sich erzählt. Denn, so der Experte in ELTERN family: "Die neueste Handy-Generation hat eine W-Lan-Funktion, mit der man sich direkt ins Internet einwählen kann. Das Gefährliche daran ist, dass es im Vergleich zum Computer kaum Möglichkeiten gibt, sicher zu verhindern, dass Schüler auf Seiten gelangen, die sie nicht sehen bzw. nutzen sollen."

Als erstes Handy reiche für Kinder ein Gerät, mit dem man "nur" telefonieren und SMS verschicken kann, bilanziert Martin Pinkerneil. "Grundsätzlich spricht nichts dagegen, wenn das Mobiltelefon zusätzliche Funktionen hat - aber Eltern und Kinder müssen sich klar machen, dass mit jeder Sache, die das Handy kann, die ethische Verantwortung steigt."

Quelle: Gruner+ Jahr, ELTERN family
Foto: Vodafone

eingesandt von: Terhi Varkila am 18.10.2006 14:53 Uhr

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