Alle vier Mobilfunkbetreiber bieten ihren Kunden mittlerweile per
Handy Zugang zu Verkehrsinformationen. Bereit gestellt werden diese
Infos nebst diversen zusätzlichen Service-Leistungen von drei
Anbietern: Tegaron, erreichbar nur im D1-Netz, Passo (bei D2, E-Plus
und Viag Interkom) und der ADAC (alle vier deutschen Mobilfunknetze).
Neben den sprachgestützten Diensten lassen sich in allen vier Netzen
Verkehrsinfos auch per WAP aufs Handy-Display holen.
Basis für die Stauwarnungen der genannten Anbieter sind die Daten
von mehreren zehntausend Staumeldegeräten, die an Autobahnbrücken
installiert sind. Entscheidende Stärke gegenüber den
Radio-Durchsagen: Die Infos, die sich der Autofahrer per Handy holt,
sind häufig aktueller, außerdem kann der Nutzer selbst definieren,
über welche Route er informiert werden will. Wer etwa von Stuttgart
nach Hannover fährt, muss sich so nicht anhören, was rund ums
Frankfurter Kreuz los ist.
Hinzu kommt, dass die Services der Handy-Anbieter weit über reine
Staumeldungen hinaus reichen: Warnungen vor Nebel oder Falschfahrern
gehören ebenso dazu wie maßgeschneiderte Verkehrsinformationen für
den täglichen Weg zur Arbeit oder ein Lotsendienst, der den Fremden
durch das Labyrinth deutscher Großstädte führt.
Der Service und sein Preis
Erreichbar sind die Verkehrsdienste über Kurzwahlnummern. Welche
Nummer in welchem Netz welchen Info-Dienst aktiviert, darüber
informiert Xonio auf seiner Homepage ebenso wie über die Kosten, die
dem Anrufer in Rechnung gestellt werden. Ein nicht unwesentlicher
Aspekt, denn manche Verkehrsinfos gehen ganz schön ins Geld.
So kostet etwa ein Anruf beim Ansagedienst des ADAC 99 Pfennig pro
Minute - zuzüglich zum Verbindungspreis im jeweiligen Mobilfunktarif,
versteht sich. Wer den persönlichen Verkehrs-Service des
Automobilclubs in Anspruch nimmt, bezahlt dafür schon einen Aufpreis
von 2,15 Mark pro Minute. Und wenn ein D2 CallYa-Kunde die Passo
Stauinfo anruft, muss er sich auf stolze 3,99 Mark in der Minute
gefasst machen.
Um die Ausgaben in Grenzen zu halten und den größtmöglichen Nutzen
für sein Geld zu bekommen, sollte sich der Autofahrer vorab
informieren, welchen Nutzen er von welchem Dienst erwarten kann und
wie er funktioniert. Die Xonio-Redaktion beschreibt deshalb
ausführlich Inhalt und Funktionsweise der verschiedenen Angebote und
wägt ihre jeweiligen Vor- und Nachteile ab. Während sich zum Beispiel
der Anwender bei Passo StauInfo mit einem Sprachcomputer
auseinandersetzen muss, setzen Passo VerkehrPlus und Tegaron Operator
auf persönliche Beratung.
Bald europaweite Verkehrs-Infos vom ADAC
Weitgehend Funkstille herrscht derzeit noch in Sachen
grenzüberschreitende Informationen. Tegaron etwa beschränkt sich auf
Hinweise zur Wintersperre der Alpenpässe und zur Verkehrslage an
Grenzübergängen. Allerdings soll sich hier in Kürze etwas tun: Der
ADAC will ab 1. August in allen deutschen Mobilfunknetzen unter der
Rufnummer 22499 einen europaweiten Verkehrsinfo-Service bieten.
Detaillierte Informationen zu den Handy-Verkehrsinfodiensten der
deutschen Mobilfunkbetreiber finden sich unter
www.xonio.com.
Quelle: Xonio.com