Berlin/Düsseldorf - Im Beisein von Edelgard Bulmahn wurden am Freitag in Berlin der Vodafone Innovationspreis 2004 und zwei Förderpreise der Vodafone-Stiftung für Forschung verliehen. Die Bundesforschungsministerin lobte die Initiative als beispielhaftes Engagement: "Dadurch werden dem Innovationsstandort Deutschland wichtige Impulse gegeben", sagte Bulmahn. Die Vodafone-Stiftung für Forschung verleiht den von Herstellern und Netzbetreibern unabhängigen, neutralen Innovationspreis alljährlich für herausragende wissenschaftliche Arbeiten im Mobilfunk. Jürgen von Kuczkowski, Vorsitzender des Stiftungskuratoriums und Vorsitzender der Geschäftsführung von Vodafone D2: "Jede Innovation ist eine Investition in unsere Zukunft – insbesondere im Mobilfunk, der sich zu einer der stärksten Wachstumstechnologien in allen Industriegesellschaften rund um den Globus entwickelt hat."
"Im Mittelpunkt unseres Innovationspreises stehen Ergebnisse von Forschung und Entwicklung, die sich durch einen engen Bezug zur Praxis und hoher ökonomischer Relevanz auszeichnen", betonte von Kuczkowski bei der Preisvergabe im Deutschen Historischen Museum. Die Qualität der Bewerbungen sei in diesem Jahr besonders beeindruckend und die Entscheidungsfindung entsprechend schwierig gewesen. Der mit 25.000 Euro dotierte Innovationspreis geht an ein Ingenieurteam der Universität Erlangen-Nürnberg für die Entwicklung eines revolutionären Softwareprogramms. Damit werden Störgeräusche in GSM-Mobilfunknetzen herausgefiltert. Den Förderpreis im Bereich "Natur- und Ingenieurwissenschaften" vergab die Vodafone-Stiftung für Forschung an einen Nachwuchswissenschaftler aus Moers für die Erfindung einer neuen Antennen-Technologie, die die Gesprächsdauer von Handys um bis zu 50 Prozent verlängert. Der Förderpreis in der Kategorie "Markt- und Kundenorientierung" ging an eine Aachener Psychologin, die im Rahmen einer umfassenden empirischen Studie genaue Kriterien für die Gestaltung verständlicher Handy-Icons entwickelte. Beide Förderpreise sind mit je 5.000 Euro ausgestattet.
In jahrelanger Arbeit entwickelten die Ingenieure Raimund Meyer, Wolfgang Gerstacker, Robert Schober und Johannes Huber ein mathematisches Verfahren und eine komplexe Formel zum Filtern von Störsignalen in GSM-Mobilfunknetzen. Eine simple, aber wirkungsvolle Idee: Denn mit diesem Trick wird die Kapazität der Netze um bis zu 80 Prozent gesteigert – ein Quantensprung in der GSM-Mobilfunk-Technologie. Das Ergebnis: deutlich bessere Sprachqualität, weniger Gesprächsabbrüche und höhere Geschwindigkeit bei der Datenübertragung. Schließlich lassen sich auch die Sendeleistungen – und damit die Emissionen – von Handys und Basisstationen reduzieren.
Quelle: Vodafone
Über Vodafone-Stiftung für Forschung:
Die Vodafone-Stiftung für Forschung wird im Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft geführt. Mit dem Innovationspreis prämiert die Stiftung seit 1997 einmal im Jahr spektakuläre Forschungsergebnisse auf dem Gebiet der Mobilkommunikation. Zwei Förderpreise werden außerdem für hervorragende Arbeiten von Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern in den Kategorien "Natur- und Ingenieurwissenschaften" und "Markt- und Kundenorientierung" verliehen. Arbeiten aller Fachgebiete werden berücksichtigt, sofern sie einen klaren Praxisbezug haben. Interdisziplinäre Themen sind besonders erwünscht. Vorschlagsberechtigt sind Vertreter wissenschaftlicher Hochschulen, Forschungseinrichtungen und der Industrie. Vergeben werden die Preise vom Vorsitzenden des Stiftungskuratoriums auf Empfehlung einer zwölfköpfigen Jury besetzt mit hochkarätigen Vertretern aus Wissenschaft und Industrie.
eingesandt von: Terhi Varkila am 14.05.2004 12:02 Uhr
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