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Vorsicht beim MMS-Versand


Xonio: Über 6 Euro für Fotonachricht – Urlauber werden beim MMS-Versand gnadenlos abgezockt

Vorsicht beim MMS-VersandStuttgart (hg) - Foto-Handys sind der Renner der Saison. Und natürlich juckt es den Besitzer eines neuen Handys besonders im Urlaub, sich mit Fotogrüßen zuhause in Erinnerung zu halten. Doch Vorsicht – das Vergnügen kann sehr teuer werden: Bis zu 6,80 Euro kostet beispielsweise eine einzige Fotonachricht aus Italien. Mit dem richtigen Netz und der Beschränkung auf kleinere Fotodateien lassen sich dagegen mehr als fünf Euro pro Nachricht sparen. Verbraucherberater Xonio verrät, wie man beim MMS-Versand aus dem Ausland seine Urlaubskasse schont.

Es funktioniert: Rechtzeitig zur Urlaubszeit bieten die deutschen Netzbetreiber ihren Kunden die Möglichkeit, aus den wichtigsten europäischen Urlaubsländern Fotonachrichten per Handy zu verschicken. Ausgenommen hiervon sind derzeit lediglich die Prepaid-Kunden von E-Plus.

Die Kosten jedoch können einem die Urlaubslaune verderben
Zwar wirbt beispielsweise T-Mobile derzeit mit gesenkten MMS-Preisen – der Versand von Fotonachrichten kostet ab August einheitlich 39 Cent. Allerdings gilt die neue Preismarke nur für Multimedia-Botschaften innerhalb Deutschlands.

Wer, eingestellt auf solch günstige Preise, seine MMS-Nachrichten etwa aus Dänemark verschickt und dabei weder auf die richtige Netzauswahl noch auf die richtige Dateigröße achtet, bezahlt bis zu 3,49 Euro pro verschickter und bis zu 2,49 Euro pro empfangener MMS. Im günstigsten Netz und mit einer kleineren Fotodatei (bis maximal 30 Kilobyte) kostet der Versand immerhin nur 1,19 Euro beziehungsweise 89 Cent pro Nachricht.

Bis zu 5,82 Euro Preisunterschied für eine Fotonachricht aus Italien
Besonders extrem wird´s für E-Plus- und O2-Kunden in Italien. Wer seine Fotogrüße über den Netzbetreiber TIM verschickt, sieht sich hinterher auf seiner Handy-Rechnung mit horrenden Kosten konfrontiert: Mit bis zu 6,80 Euro schlägt eine einzige Multimedia-Nachricht zu Buche, die 31 bis 100 Kilobyte groß sein kann. Nicht wesentlich billiger wird eine empfangene MMS: Hierfür können im Extremfall 5,51 Euro auf der Rechnung stehen.

Zum Vergleich: Beschränkt sich der Urlauber mit E-Plus-Karte auf kleinere Fotodateien bis 30 Kilobyte und wählt das Omnitel-Netz, sieht das Ganze schon deutlich freundlicher aus: 1,16 Euro für eine verschickte und 57 Cent für eine empfangene Nachricht. Und der O2-Kunde, der statt TIM den Netzbetreiber Wind wählt und nur kleine Fotos transferiert, kommt mit 98 Cent für den Versand und 39 Cent für den Empfang einer MMS sogar richtig günstig weg.

Differenzen von über 1 Euro pro Multimedia-Nachricht sind üblich
Die Reihe der Beispiele ließe sich fast beliebig fortsetzen. Die Preisdifferenzen innerhalb eines Urlaubslandes liegen, je nach Netz und Dateigröße, fast immer weit über 1 Euro pro versandter Nachricht.

Xonio-Chefredakteur Uwe Baltner empfiehlt daher: „Wer daran denkt, mit dem Handy Fotogrüße aus dem Urlaub zu verschicken, sollte sich vor Reiseantritt die für sein jeweiliges Reiseland geltenden Roaming-Preise besorgen und sich dann vor dem Versand ins günstigste Netz seines Urlaubslandes einwählen.“ Am sichersten geschieht dies per manueller Netzwahl. Denn, so Uwe Baltner: „Das bei automatischer Einwahl verfügbare Roaming-Partnernetz ist nicht immer das billigste.“ Jede Menge Geld spart auch die Beschränkung auf Schnappschüsse, die sich in Dateien unter 30 KB Größe verschicken lassen.

Alle MMS-Roaming-Infos aktuell bei Xonio abrufbar
Verbraucherberater Xonio hat die MMS-Preise und die Kosten für die so genannten MMS-Postkarten – das sind selbst geschossene Fotos, die als Postkarte beim Empfänger im Briefkasten landen – für die wichtigsten europäischen Urlaubsländer zusammen gestellt. Alle wichtigen Details und tabellarische Übersichten über die aktuellen Preise in den jeweiligen Urlaubsländern finden sich unter www.xonio.com.

Quelle: Chip Xonio
Foto: Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern

eingesandt von: Terhi Varkila am 21.07.2004 14:49 Uhr

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