Immer wieder ist der Ärger groß, wenn man auf seine Telefonrechnung blickt
und dort für ein Gespräch über drei Minuten über 10 Mark bezahlen muß. Dabei
handelt es sich oft um Hotlines, bei denen man dies gar nicht vermutet hätte.
Oft werben entsprechende Anbieter damit, dass das Bestellen eines
Klingeltones nur DM 2,40 kostet, da es kein Problem sei, diesen in 40
Sekunden zu bestellen. Für geübte Kunden ist dies auch wirklich möglich, nur
haben diese meist schon etliche Anrufe hinter sich. Nebenbei bemerkt, kostet
eine Übungsstunde bei einer Hotline (DM 3,63 pro Minute) schlappe DM 217,80.
Wer ohne Vorkenntnisse eine dieser Nummer anruft, geht oft davon aus, dass es
am sinnvollsten ist, genau hinzuhören und sehr vorsichtig bei den Eingaben zu
sein. In der Regel hört der Kunde zunächst einmal, welche Nummer er gewählt
hat, wie der Name des Anbieters lautet, was er pro Minute bezahlt und ist am
Ende schon froh, dass nicht über das Wetter gesprochen wird. Erst nach etwa
zwei Minuten hat man bei den meisten Anbietern für Logos die Chance einzugeben
welches Mobilfunkgerät man besitzt.
Dabei wissen viele Kunden nicht, dass sie mit einem einfachen Drücken auf eine
Zahl einiges hätten sparen können. Bei den meisten Hotlines führt dies nämlich
zum Überspringen des sinnlosen Ansagetextes. Denn wer dort anruft kennt die
meisten Informationen bereits, die von der langsam sprechenden Stimme vorgetragen
werden.
Leider war es der Redaktion nicht möglich alle Hotlines zu Testen. Dennoch
gibt es einige Faustregeln, die man durchaus beachten sollte. Auch wenn es
gewisse Nummern geben soll, wo der Kunde jedes einzelne Gesäusel hören möchte.
1) Viele Hotlines von Quizshows oder anderen TV-Formaten haben Websites, auf
denen Ihnen der selbe Service angeboten wird, wobei die Kosten sehr viel
günstiger sind. Selbst wenn bei der Einblendung einer 0190-Nummer bei einer
TV-Sendung keine Internetadresse eingeblendet wird, sollte man einfach mal
auf der Website vorbeischauen.
2) Wer eine Hotline wirklich oft benutzt, sollte sich Zettel und Papier nehmen,
um die wichtigsten Schritte zu notieren. Dies hilft in Zukunft einiges an
Zeit und damit auch Telefongebühren zu sparen.
3) Man sollte eine Freisprecheinrichtung benutzen, falls diese vorhanden ist, um
die Hand frei zu haben.
4) Führen Sie die Anrufe grundsätzlich über das Festnetz durch! Vom Handy ist
es immer teurer. (Wir berichteten über den Beitrag der"connect".)
Am teuersten sind Gespräche zu 0190 8-Nummern. Kostet diese Verbindung vom
Festnetz-Telefon 3,63 Mark, so berechnet Viag Interkom, die als einziger
Netzanbieter Haupt- und Nebenzeit unterschiedlich berechnen, seinen Kunden
in der Hauptzeit 5,68 Mark. Selbst der günstigste Anbieter T-D1 verlangt
4,52 Mark für die Verbindung. Generell ist, so die "connect"-Redaktion, T-D1
bei allen 0190-Verbindungen am günstigsten. 0190 4- und 0190 6- Verbindungen,
unter den Sonder-Rufnummern noch die günstigsten, werden vom Festnetz aus
mit 0,85 Mark berechnet. T-D1 verlangt hier 1,76 Mark, D2 2,39 Mark, E-Plus
2,51 Mark. Auch hier ist Viag Interkom in der Hauptzeit mit 2,88 Mark am
teuersten. In der Nebenzeit begnügen sich die Münchener 2,18 mit Mark.
5) Die eigentlich einfachste und doch manchmal schwerste Regel:
Vermeiden Sie überflüssige Anrufe.
Unseren Mitgliedern bieten wir aktuell einen besonderen Service für die im
Bereich "Bild und Ton" vorhandene 0190-Nummer an. In unserem Userbereich
befindet sich eine detaillierte Anleitung für das Bestellen von Logos,
Klingeltönen und Bildmitteilungen, mit der es auch Anfänger in 40 Sekunden schaffen. Wenn Sie noch kein Mitglied sein sollten,
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