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Xonio-Geschenktipps für Senioren-Handys

Groß ist gut – Handys speziell für ältere Menschen

München (hg) – Nur wenig später als die Rentenpolitiker entdeckt auch die Industrie, dass in Deutschland immer mehr ältere Menschen leben. So gibt es inzwischen einige Handys im Markt, die auf die Bedürfnisse älterer Menschen ausgerichtet sind – mit besonders großen Tasten, gut lesbaren Displays und anderen Funktionen speziell für ältere Nutzer. Verbraucherberater Xonio hat die Modelle gesichtet und gibt Tipps für den richtigen Kauf.

Katharina das GroßeDie Bandbreite der Senioren-Handys ist durchaus groß. Sie reicht vom schlichten Drei- oder Fünftastengerät für einfachste Bedienung, etwa das Vitaphone 1100 von Vodafone oder das Easy5, über Modelle in der üblichen Handy-Bauweise bis hin zu Handys mit Riesen-Display wie Katharina das Große, EmporiaLife und Simply. Wer besonderen Wert auf Sicherheit legt, kann sich für ein Gerät mit integriertem GPS-Modul wie das 3Secur oder das Vitaphone entscheiden. Sie erlauben im Notfall die metergenaue Ortung. Auch die Anbindung an einen telemedizinischen Dienst, der bei Bedarf schnell und qualifiziert Hilfe organisiert, ist mit solchen Geräten möglich. Selbst sehbehinderte Menschen sind nicht außen vor: Das Secufone BX55 liest alles vor, inklusive der Menütexte.

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Nachteil der speziellen Senioren-Handys: Sie sind in aller Regel deutlich teurer als herkömmliche Mobiltelefone. So kosten einige dieser Geräte sogar mit Vertrag mehrere hundert Euro.

Darauf kommt´s an - Auf folgende Faktoren sollten Sie beim Kauf eines Geräts für ältere Menschen achten:

Große, gut lesbare Tasten. Flache Tastenfelder sind für ältere Finger eher ungeeignet. Das Handy sollte vielmehr über möglichst große Tasten verfügen, die gut spürbar von einander abgegrenzt sind. Auch die Beschriftung sollte gut zu lesen sein – silbergraue Tasten mit heller Beschriftung sind sogar für junge Augen schwer zu erkennen.

Schwarzweiß-Display. Nicht groß und bunt ist hier gefragt, sondern kontrastreich. Die Xonio-Redaktion empfiehlt deshalb Handys mit Schwarzweiß-Displays. Die sind in der Regel besser lesbar als vielfarbige Darstellungen.

Größe. Die Handy-Miniaturisierung ist weit vorangeschritten. Älteren Nutzern jedoch kommt es auf ein paar Gramm mehr oder weniger nicht an, wohl aber auf ein Handy, das man nicht mit der Pinzette anfassen muss. Also gilt: groß ist gut.

Kurzwahl und Freisprechfunktion. Lassen Sie sich keine unnötigen Funktionen aufschwatzen. Ältere Menschen wollen vor allem komfortabel telefonieren. Dabei hilft die Kurzwahl, also die Möglichkeit, jede Zifferntaste mit einer Telefonnummer zu belegen, die bei langem Druck auf die Taste automatisch gewählt wird. Das können übrigens heute alle Handys. Ebenfalls interessant: Ein eingebauter, lauter Freisprecher.

Sondertasten. Die Anruf- und Ende-Tasten sollten groß genug und die Symbole gut sichtbar sein. Ein grüner und ein roter Hörer sind leichter zu erkennen als ein schmaler Strich, der sich auf einen Text irgendwo im Display bezieht.

Lange Standby-Zeit. Für ältere Menschen, die das Handy vor allem der Sicherheit und der Erreichbarkeit wegen nutzen, ist eine lange Stand-by-Zeit besonders wichtig. Ideal sind 12 bis 16 Tage. Allerdings werden die speziellen Senioren-Handys diesem Anspruch leider noch nicht gerecht.

Ortung. Bei einigen Anbietern lässt sich ein Ortungsdienst hinzubuchen. Dafür gibt es zwei verschiedene Techniken: Variante 1 bestimmt die Position des Handys im Mobilfunknetz. Das funktioniert mit jedem Handy und ist im Idealfall in der Stadt bis auf einige Meter genau – auf dem Land allerdings kann die Toleranz bis zu einigen Kilometern betragen. Variante 2 nutzt das satellitengestützte GPS (Global Positioning System). Es funktioniert nur mit speziell dafür ausgelegten Handys, arbeitet aber gleichmäßig und sehr genau.

Wer weiß, worauf es ankommt, und auf Sonderfunktionen verzichten kann, findet auch unter den ganz normalen Mobiltelefonen seniorentauglich Modelle. Vorteil: Diese Geräte sind deutlich billiger sind als die Spezial-Handys.

Zu bekommen sind Senioren-Handys zum Beispiel in Spezialläden für Seniorenbedarf, die es in immer mehr deutschen Städten gibt. Auch ein paar Online-Shops und Dienstleister versuchen sich auf diesem Markt – zum Beispiel www.prosec.biz, www.euronotruf.de, www.spezial-handys.de und www.telecareplus.com.

Detaillierte Beschreibungen der von der Xonio-Redaktion geprüften Senioren-Handys und Tipps zum Kauf finden sich unter www.xonio.com.

Quelle: Xonio  
Foto: fitage GmbH

Über Xonio:
Xonioist kompetente Instanz in Sachen mobiler Kommunikation und mobile Computing im deutschsprachigen Internet. Xonio testet und bewertet die Produkte und Möglichkeiten der mobilen Welt und spürt kritisch die Trends auf, die sich heute abzeichnen und morgen am Markt durchsetzen werden. Damit steht der Mobilfunk-Verbraucherberater im Zentrum der Verschmelzung des Computer-/IT-Marktes mit dem Mobilfunkmarkt.

eingesandt von: Terhi Varkila am 18.12.2006 15:11 Uhr

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