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Xonio: Handy-Freisprecher schon ab zehn Euro


Ab 1. April drohen härtere Strafen - Handy-Freisprecher schon ab zehn Euro

Stuttgart (hg) –  Wer am Steuer seines Fahrzeugs mit dem Handy telefoniert, muss ab 1. April mit deutlich verschärften Strafen rechnen. Mobilfunk-Verbraucherberater Xonio informiert darüber, was sich für Handy-Sünder ändert, wie Sie sich vor Strafe schützen und zugleich etwas für die eigene Sicherheit und die der anderen Verkehrsteilnehmer tun können.

Handy im Auto – neue Gesetzeslage
Handy im Auto – neue GesetzeslageDie Geldstrafen fürs Telefonieren mit dem Handy im Auto werden um 10 Euro erhöht. Erwischte Autofahrer zahlen dadurch künftig 40 Euro, Fahrradfahrer 25 Euro. Damit gehört das Telefonieren ohne Freisprecheinrichtung zum Bußgeldkatalog. Deshalb wird eine Nichtbeachtung des Verbotes künftig als vorsätzliches Vergehen gewertet und mit einem Punkt in Flensburg bestraft. Lediglich Radfahrer kommen weiterhin ohne Eintragung in die Verkehrsünderkartei davon.

Ausnahmen gibt es keine, Ausreden ziehen nicht mehr. Xonio-Chefredakteur Uwe Baltner: "Das Telefonieren ohne Freisprecheinrichtung ist für den Fahrer nur erlaubt, wenn er rechts ranfährt. Oder wenn er steht, etwa vor einer geschlossenen Schranke, und der Motor seines Fahrzeugs abgestellt ist." Die Handy-Benutzung an einer roten Ampel oder im Stop-and-go-Verkehr ist untersagt. Sogar schon das Schreiben oder Lesen einer SMS kann geahndet werden.

Wer die gesetzlichen Bestimmungen missachtet und dabei erwischt wird, muss ab 1. April ein Bußgeld in Höhe von 40 statt bisher 30 Euro bezahlen und bekommt einen Punkt in der Flensburger Verkehrssünderkartei – bisher ging das Ganze ohne Eintrag in Flensburg ab. Radfahrer werden künftig mit 25 Euro (bisher 15 Euro) zur Kasse gebeten. Besonders problematisch und unter Umständen sehr teuer wird die Sache, wenn man während des Telefonierens den Verkehr gefährdet oder gar in einen Unfall verwickelt wird. Denn dann ist der Versicherungsschutz in Gefahr.

Die günstigste Lösung: Headset zum Freisprechen
"Wer sein Mobiltelefon auch während der Fahrt nutzen will, kommt um eine Freisprecheinrichtung nicht herum", erklärt Uwe Baltner. Grundsätzlich lassen sich bei den Freisprechern drei verschiedene Varianten unterscheiden: Headsets, Plug & Play-Systeme und fest installierte Einrichtungen.

Die günstigsten Lösungen – so genannte Headsets – sind schon ab zehn Euro zu haben, also ein Viertel dessen, was anfällt, wenn man beim unerlaubten Telefonieren erwischt wird. Vom Punkt in Flensburg ganz zu schweigen. Außerdem bieten Headsets den Vorteil, dass sie sich auch anderweitig nutzen lassen – auf dem Fahrrad etwa oder zu Hause.

Wer allerdings regelmäßig im Auto telefoniert, für den lohnt sich nach Einschätzung der Xonio-Experten die Anschaffung eines Plug & Play-Sets oder einer festen Freisprecheinrichtung. Diese Systeme bieten deutlich höheren Komfort, kosten allerdings auch mehr. So liegen die Preise für ein Plug & Play-Set zwischen 25 und 100 Euro, für fest installierte Systeme sind Preise von 200 Euro und mehr durchaus üblich. Dafür bringen diese Geräte nützliche Extras wie einen separaten Bildschirm, Sprachsteuerung und automatische Stummschaltung des Radios mit.

Quelle: Xonio  
Foto: Pressebild Siemens AG  

eingesandt von: Terhi Varkila am 26.03.2004 11:50 Uhr

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