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Zwölf Jahre lang telefonieren dank Kunststoffrecycling


Duales System legt erstmalig Ressourcenbilanz vor

Köln/Berlin - Durch das Recycling von 589.000 Tonnen Kunststoffverpackungen (Kunststoffe und Kunststoffanteile aus Verbunden) wurden im Jahr 2000 in Deutschland insgesamt rund 20 Milliarden Megajoule (MJ) Primärenergie eingespart: das sind 34,4 MJ pro Kilogramm! Mit dem daraus gewonnenen Strom könnten alle 48 Millionen Handys in Deutschland über zwölf Jahre ununterbrochen telefonieren. Ein anderes Beispiel: Die eingesparte Energie reicht aus, um alle Privathaushalte in Berlin rund 130 Tage im Jahr mit Strom zu versorgen. Zu diesen Ergebnissen kommt die erste Ressourcenbilanz der Duales System Deutschland AG, die heute in Berlin vorgestellt wurde. "Die neu entwickelte Ressourcenbilanz verdeutlicht den konkreten Nutzen des Verpackungsrecyclings zur Ressourcenschonung. Wir gehen damit erheblich über unseren gesetzlich vorgeschriebenen Leistungsnachweis, der nur die erfassten und verwerteten Tonnagen enthält, hinaus. Ziel ist es, den konkreten Beitrag unserer Arbeit für die Umwelt zu ermitteln", erläutert der Vorstandsvorsitzende der Duales System Deutschland AG, Wolfram Brück. In den kommenden Jahren beabsichtigt das Duale System die Ausdehnung der Ressourcenbilanz auf weitere Umweltparameter und sämtliche Verpackungsmaterialien. In die Bewertung wird dann unter anderem das CO2-Minderungspotenzial einfließen, um den Beitrag des Recyclings zum Klimaschutz transparent zu machen.

Die vorgestellte Energieeffizienzanalyse für Kunststoffverpackungen ist der erste Schritt hin zu einer umfassenden Ressourcenbilanz. Durch die Verflechtung detaillierter Mengenstrominformationen mit allen ökologisch relevanten Daten von Sortier-, Veredelungs- und Verwertungsanlagen bietet das Zahlenwerk eine Gesamtdarstellung, die nicht nur den Beitrag des Dualen Systems zur Ressourcenschonung konkret benennt, sondern gleichzeitig Optimierungsmöglichkeiten offen legt. Insgesamt wurden rund 60.000 Stoffstrombewegungen ausgewertet. Ergebnis der Energieeffizienzanalyse ist es, den durchschnittlichen Wert der Energieeinsparung zu ermitteln, die durch das Recycling von Kunststoffverpackungen mit dem Grünen Punkt erzielt wird. Grundlage für die Analyse ist demnach der benötigte Einsatz von Primärenergie zur Produktion von Neuwaren, die durch Recyclingprodukte ersetzt werden. "In diesem Jahr haben wir uns dem selbst gesteckten Ziel der Energieeinsparung in Höhe von durchschnittlich 40 Megajoule pro Kilogramm bei der Verwertung von Kunststoffverpackungen schon erkennbar genähert. Durch eine weitere Optimierung der einzelnen Verfahrensschritte und der Reststoffbehandlung ist das Ziel mittelfristig auch erreichbar", zeigt sich Brück zuversichtlich.

Quelle: Duales System Deutschland AG

eingesandt von: Arne Oberdieck am 02.05.2001 12:38 Uhr

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