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Gesundheitsrisiken durch Mobilfunk?



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Verstärkte, industrie-unabhängige Forschungsanstrengungen zum Nachweis oder Ausschluß gesundheitlicher Gefahren durch den Betrieb von Mobilfunkanlagen und die Nutzung von Handys hat der Präsident der Ärztekammer Niedersachsen, Prof. Dr. med. Heyo Eckel, gefordert. Vor Journalisten in Aurich beklagte er, daß trotz der Fülle von mehr als 4.000 Studien weltweit über die schädigende Wirkung elektromagnetischer Felder auf biologische Systeme immer noch nicht wissenschaftlich objektiv darüber Auskunft gegeben werden kann, ob und mit welchem Potential die vor allem von Mobilfunksendeanlagen und -endgeräten (Handys) ausgehende Strahlung gesundheitsschädlich ist.

Um sich allerdings schon vorbeugend vor eventuellen gesundheitlichen Risiken zu schützen, empfiehlt die Ärztekammer Niedersachsen folgende Verhaltensregeln in der Handy-Nutzung. So kann jeder Einzelne zur Risikominimierung bei dieser Technologie beitragen, sagte der niedersächsische Kammerpräsident.
  • Abschalten, vor allem nachts! Weder eingeschaltetes Handy noch das schnurlose DECT-Telefon gehören auf den Nachttisch.
  • Beim Rufaufbau oder bei schlechtem Empfang ist die Strahlung besonders hoch. Deshalb am besten das Handy erst ans Ohr halten, wenn der Empfang steht.
  • Nur kurz mit Mobiltelefonen telefonieren, bei längeren Gesprächen vom Festnetzanschluß zurückrufen.
  • Mit Kopfhörer und Mini-Mikrophon oder Freisprecher telefonieren.
  • Jugendliche unter 16 Jahren sollten nur selten und kurz telefonieren. Sie absorbieren die Strahlung viel stärker als Erwachsene.
  • Innerhalb von Gebäuden möglichst selten das Handy benutzen; hier muß das Gerät um den Faktor 10 bis 100 mehr Leistung bringen als auf der Straße.
  • Nicht im Aufzug telefonieren. Im Auto nur mit Außenantenne telefonieren. Im Auto strahlt das Telefon besonders stark, wenn der Wagen keine Außenantenne hat, zudem werden die Strahlen durch die Metallwände reflektiert.
  • Telefone mit Helix- oder Stummelantenne strahlen oft stärker als Handys mit integrierter Antenne.
  • Neugeräte: Auf Telefone mit niedriger SAR-Rate achten, das ist die "Spezifische Absorptionsrate. Es gibt eine Einteilung in "sehr gering", "gering", "mittel" und "stark".
  • Gerät nicht am Körper tragen.
Diese Informationen wurden uns mit freundlicher Genehmigung der Ärztekammer Niedersachsen (www.aekn.de) zur Verfügung gestellt.